Gewerbeflächen verdichten als Chance für urbane Produktion

STADT, FELD, BACH

Wie lassen sich Anpassungen an den Klimawandel konkret im Gebiet sichtbar machen?

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Gerade in Gewerbegebieten mit hoher Versiegelung und zu wenig Grünflächen sind die Auswirkungen zu spüren. Im Sommer 2022 wurde das Teilprojekt „STADT, FELD, BACH“ durchgeführt, mit dem ein erster sichtbarer Schritt in das IBA-Gebiet erfolgte. An zwei Wochenenden kamen Unternehmen aus der Region Stuttgart, Studierende und StadtmacherInnen zusammen und entwarfen kleine bauliche Beispiele für Lösungen, wie im Gebiet auf den Klimawandel reagiert werden könnte. Aufgezeigt werden sollten aber auch Nutzungskonflikte, mit denen die jeweiligen Firmen bei der Anpassung an den Klimawandel vor Ort konfrontiert sind.

Mit AutoWaschMax, Kaufland und Welz Gemüsebau konnten drei Firmen gewonnen werden, die das Projekt inhaltlich sowie mit zur Verfügung gestellten Flächen oder Manpower unterstützten. So wurden die entwickelten Ideen im Herbst in Form von temporären Installationen im Gewerbegebiet umgesetzt und ausgestellt: Die Installation „Der Weg ist das Ziel“ war auf und neben dem Landwirtschaftsweg zwischen Stuttgart-Bad Cannstatt und Fellbach aufgebaut. „Cleaning Agents“ konnte auf einer Grünfläche unmittelbar neben der Waschanlage AutoWaschMax installiert werden. Die Mission „Above and Beyond“ wurde auf dem Parkplatz des Vollsortimenters „Kaufland“ aufgebaut. Die Installationen waren einige Wochen zu sehen und erfuhren große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.

Das Teilprojekt „STADT; FELD, BACH“ resultiert aus dem Forschungsprojekt „Green Urbans Labs II – Grüne Infrastruktur in der sich verdichteten Stadt“ des Bundesinstituts Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Dieses Forschungsprojekt hat das Ziel, dem Nutzungsdruck von Freiflächen in wachsenden Kommunen zu begegnen. Diesen Nutzungsdruck erfährt Fellbach durch viele versiegelte Flächen des Gewerbegebiets, die oftmals nur einseitig genutzt werden. Zugleich sind die angrenzenden Landwirtschaftswege mit stetigen Kontroversen konfrontiert. Die vielen Freiflächen sind zudem extremen Wetterereignissen ausgesetzt.

Kontakt

Frau Madlen Wendt

Marktplatz 1
Fellbach
Telefon: 07115851449

Madlen.Wendt(at)fellbach.de

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